{"id":6,"date":"2015-01-09T17:28:33","date_gmt":"2015-01-09T17:28:33","guid":{"rendered":"http:\/\/mo-fontaine.de\/?page_id=6"},"modified":"2023-01-29T14:29:52","modified_gmt":"2023-01-29T14:29:52","slug":"ueber-mich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mo-fontaine.de\/?page_id=6","title":{"rendered":"\u00dcber mich"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-684\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-216x300.jpg\" alt=\"\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-216x300.jpg 216w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-737x1024.jpg 737w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-768x1067.jpg 768w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-1106x1536.jpg 1106w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-1474x2048.jpg 1474w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-1170x1625.jpg 1170w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Max-und-Mo-04_Ausschnitt_schoen-scaled.jpg 1843w\" sizes=\"auto, (max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a>Ich arbeite als Folkwang-Hochschulabsolventin mit Schwerpunkt Illustration vorwiegend im Bereich der Figuration.<\/p>\n<p>Im Kontext der Stilllebenmalerei thematisiere ich vor allem die <strong>Sch\u00f6nheit und Magie der ruhigen Dinge<\/strong>. Dabei unterwerfe ich meine Sujets einer vom Illusionismus losgel\u00f6sten, artifiziellen Ordnung. So versuche ich zum Beispiel einfache Alltagsgegenst\u00e4nde oder auch Fische, Fr\u00fcchte und Blumen mittels Inszenierung magisch aufzuladen. Dabei sind die von mir intuitiv entwickelte Farbigkeit und eine subjektive Lichtregie wichtige Parameter.<\/p>\n<p>Im Schubladenschrank der Kunstgeschichte w\u00fcrde ich meine Malerei zwischen Fauvismus und Magischem Realismus ansiedeln.<\/p>\n<p>Ich arbeite ganz klassisch auf Leinwand-bespannte Keilrahmen, gelegentlich auch auf Holzbildtr\u00e4ger. Als Farben verwende ich ausschlie\u00dflich l\u00f6sungsmittelfreie Acryl-Farben, die ich z.T. mit zus\u00e4tzlichen Pigmenten verdichte.<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-size: large;\"><b>Mehr \u00fcber mich und meine Kunst<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Ich tue mich schwer, eine geeignete Schublade f\u00fcr meine Bilder im gro\u00dfen Aktenschrank der Kunstgeschichte zu finden. Wo w\u00fcrde ich mich selbst verorten, positionieren? Wahrscheinlich als versp\u00e4tete <strong>Valeur<\/strong>-Malerin mit Liebe zu Farbenschmelz und Alten Meistern &#8211; irgendwo zwischen<strong> Fauvismus<\/strong> und <strong>Magischem Realismus.<\/strong> Vielleicht m\u00fcsste ich ja sogar mehrere Schubladen aufschieben?<\/p>\n<p>Die folgenden Ausf\u00fchrungen \u00fcber mich und meine Bilder werden eher essayistischer als kunstwissenschaftlicher Natur sein.<\/p>\n<p>Die Matrix innerhalb meiner Herkunftsfamilie war und ist bis heute die Kunst, die bildende Kunst ebenso wie die Musik. Vermittelt wurden mir und meinen beiden Br\u00fcdern Leander und Joachim die Freude an der Figuration durch unseren Vater Alfons, der ein begnadeter <a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Mo_Torso.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-57\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Mo_Torso-300x225.jpg\" alt=\"Mo_Torso\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Mo_Torso-300x225.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Mo_Torso-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Zeichner und Illustrator war. Bei mir selbst entwickelte sich noch eine weitere Leidenschaft, die Lust auf Farbe, gef\u00f6rdert von meiner Mutter Martha, einer begabten Kunsthandwerkerin, die in jungen Jahren ebenfalls ein Kunststudium begonnen hatte.<br \/>\nGeboren wurde ich 1960. Bereits im Alter von zehn Jahren begann ich, perspektivisch zu zeichnen, und mit dreizehn Jahren erlag ich dem Charme der franz\u00f6sischen Fauvisten. Das ist eigentlich ein Zeitfenster, in welchem sich andere Heranwachsende am Fotorealismus berauschen. Meine Pubert\u00e4t habe ich aber vorwiegend durch Klavierspielen und Besuche von Konzerten halbwegs unbeschadet \u00fcberlebt.<br \/>\nIn meinen zwanziger Jahren begann ich dann &#8211; trotz der enormen Konkurrenzsituation im Elternhaus und einem \u00e4lteren Bruder mit eidetischer Hochbegabung &#8211; doch ein Kunststudium. Louise Bourgeois, die Grande Dame der Kunstszene, bemerkte einmal sehr treffend, dass man als K\u00fcnstler geboren w\u00fcrde. Man h\u00e4tte demnach die Wahl: Man k\u00f6nne die Gabe annehmen oder ablehnen.<br \/>\nSp\u00e4ter dann, in der Mitte meines Lebens, ver\u00e4nderten sich meine \u00e4u\u00dferen Lebensumst\u00e4nde. Ich zog mich gesundheitsbedingt aus meinem Berufsleben als <strong>Kunsterzieherin<\/strong> zur\u00fcck.<br \/>\nVon da setzte ich mich bildnerisch intensiv mit der Kunst der Alten Meister, auseinander, deren \u201eNachlassverwalterin\u201c ich zwanzig Jahre lang in der Schule gewesen war. Ein Tor hatte sich f\u00fcr mich ge\u00f6ffnet: Die Stillleben der Niederl\u00e4nder und vor allem Spanier mit ihrer barocken Sinnenfreude, sparsamen Inszenierung, eindrucksvollen Lichtregie und ihren verborgenen Subtexten, die um Eitelkeit und deren Verg\u00e4nglichkeit kreisen, hatten ja bereits als Abbildungen in Kunstb\u00e4nden eine Faszination auf mich ausge\u00fcbt. Im direkten Kontakt auf Reisen zu ihren Aufenthaltsorten strahlten sie eine so ungeheure Pr\u00e4senz aus, dass sie mir regelrecht den Atem verschlugen! Unerreicht!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines Studiums an der <strong>Folkwang-Hochschule in Essen<\/strong> in den achtziger Jahren hatte ich mich im Hauptstudium zun\u00e4chst noch schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit Grafik und Illustration besch\u00e4ftigt, und mich gegen Ende des Studiums bewusst dazu entschieden, den Weg in die Abstraktion zu wagen.<br \/>\nAls Kunststudent erliegt man nat\u00fcrlich der Versuchung, zeitgen\u00f6ssische Str\u00f6mungen aufzuschnappen und umzusetzen.<br \/>\nKonzeptkunst kam f\u00fcr mich damals wie heute nicht in Frage. Warum sollten meine Bilder als verr\u00e4tselte Filmsequenzen in einer Endlosschleife auf einem Monitor flackern \u2013 oder Installationen sein, die ohne Begleittexte nicht funktionieren w\u00fcrden?<br \/>\nSchlie\u00dflich landete ich, auch dank Emil Schumachers Revival, beim gestischen Informel.<\/p>\n<p>Als ich dann irgendwann in der Farbfeldmalerei angekommen war, zog ich die Notbremse. Wer wei\u00df, vielleicht w\u00e4re ich konsequenterweise irgendwann sogar beim Suprematismus eines Kazimir Malewitsch gelandet (z.B. Schwarzes Quadrat auf schwarzem Grund). Ich entdeckte, dass die Abstraktion f\u00fcr mich zu einer pers\u00f6nlichen Sackgasse geworden war. Mit den Fisch-Bildern gelang mir quasi ein Salto r\u00fcckw\u00e4rts &#8211; zur\u00fcck in die <strong>Figuration<\/strong>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hering-Portr\u00e4t_50.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-58\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hering-Portr\u00e4t_50-300x227.jpg\" alt=\"Hering, Portr\u00e4t_50\" width=\"300\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hering-Portr\u00e4t_50-300x227.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Hering-Portr\u00e4t_50-1024x774.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Eine immer st\u00e4rker werdende Faszination \u00fcben auf mich seit einigen Jahren die Stilrichtungen des <strong>Magischen Realismus<\/strong> und der <strong>Neuen Sachlichkeit<\/strong> aus. Die Professoren an der Karlsruher Akademie, bei denen meine Eltern in den vierziger und beginnenden f\u00fcnfziger Jahren des 20. Jahrhunderts studiert hatten, waren Maler der Neuen Sachlichkeit gewesen! Die fr\u00fchen Arbeiten meiner Eltern sind Zeugnisse jener fruchtbaren Auseinandersetzung.<br \/>\nHinter den glatten Fassaden der magischen Bildnisse dieser Stilrichtung, den s\u00fcffigen Oberfl\u00e4chen der Sujets lauern Unsicherheit, \u00c4ngste, ja bisweilen sogar Abgr\u00fcnde \u2013 distanziert und scheinbar Vacuum-versiegelt erscheint zum Beispiel die Au\u00dfenhaut eines portr\u00e4tierten Menschen oder abgebildeten Gegenstandes, aber dennoch ist sowohl die Stickluft jener Entstehungszeit f\u00fcr mich deutlich sp\u00fcrbar, als auch innere und \u00e4u\u00dfere Konflikte und Dissonanzen.<br \/>\nEs geht f\u00fcr mich in der bildenden Kunst &#8211; mit Ausnahme der Konzeptkunst, die meinen Intellekt fordert, neben Sinnlichkeit, \u00e4sthetischem Genuss oder auch Abscheu immer um eine Spurensuche: um ein Wiedererkennen von Gef\u00fchlen, Erfahrungen und Erinnerungen \u2013 in verdichteter Formensprache &#8211; in st\u00e4ndig wechselnden Masken oder Gew\u00e4ndern.<br \/>\nHinter guten Bildern gibt es immer Bilder \u201ehinter\u201c den Bildern, und hinter diesen inneren Bildern des Betrachters gibt es wieder Geschichten &#8211; und abermals Geschichten.<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nlicher Eindruck ist, dass sich viele Leute in unserer immer komplexer werdenden Welt voller virtueller Optionen wieder verst\u00e4rkt nach figurativer Kunst sehnen.<br \/>\nNat\u00fcrlich lassen sich Gef\u00fchle und Erfahrungen auch in ungegenst\u00e4ndlicher Kunst wiederentdecken. Aber das Wiedererkennen in fremden Spiegeln f\u00e4llt den Menschen wahrscheinlich in der figurativen Malerei leichter:<\/p>\n<p><em>\u201eSch\u00f6nheit ist das L\u00e4cheln der Wahrheit, wenn sie ihr Antlitz im Spiegel erschaut\u201c<\/em> (<strong>Tagore<\/strong>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich arbeite als Folkwang-Hochschulabsolventin mit Schwerpunkt Illustration vorwiegend im Bereich der Figuration. Im Kontext der Stilllebenmalerei thematisiere ich vor allem die Sch\u00f6nheit und Magie der ruhigen Dinge. Dabei unterwerfe ich meine Sujets einer vom Illusionismus losgel\u00f6sten, artifiziellen Ordnung. 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