{"id":408,"date":"2015-06-30T15:40:19","date_gmt":"2015-06-30T15:40:19","guid":{"rendered":"http:\/\/mo-fontaine.de\/?p=408"},"modified":"2015-07-01T05:11:00","modified_gmt":"2015-07-01T05:11:00","slug":"ausstellung-im-hotel-mercure-in-saarbruecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mo-fontaine.de\/?p=408","title":{"rendered":"Ausstellung im Hotel Mercure in Saarbr\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lobby_Kois.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-414\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lobby_Kois.jpg\" alt=\"Lobby_Kois\" width=\"1120\" height=\"821\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lobby_Kois.jpg 1120w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lobby_Kois-300x220.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lobby_Kois-1024x751.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1120px) 100vw, 1120px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Ausstellung im Hotel Mercure ist bis einschlie\u00dflich 12. September 2015 ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die Vernissage fand am 28. Juni 2015 in der Lobby des Hotels statt. Hier die Er\u00f6ffnungsrede:<\/p>\n<p>Liebe G\u00e4ste,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Mercure_Lobby.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-415\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Mercure_Lobby-300x184.jpg\" alt=\"Mercure_Lobby\" width=\"300\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Mercure_Lobby-300x184.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Mercure_Lobby.jpg 887w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>manchmal scheint mir, dass ein Maler, der heutzutage mit erkennbaren Motiven \u00c4sthetik sucht, als naiver Idealist gilt ebenso wie ein Musiker, der erkennbare und vor allem nachsingbaren Melodien komponiert. Ich gebe aber zu bedenken: Ein r\u00f6hrender Hirsch &#8211; zumal von unge\u00fcbter Hand &#8211; kann sicherlich misslingen, ein monochromes Bild aus dem Bereich der Konkreten Kunst eher nicht. Wirklich gut ist jedoch ein Bild, das auch fesseln kann, wenn es im Friseursalon oder in der Abflughalle eines Flughafens h\u00e4ngt, genauso wie man die gro\u00dfartige Musik von Johann Sebastian Bach auch im Auto, im Garten, beim Fr\u00fchst\u00fcck, Mittagessen h\u00f6rt und genie\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Musiker.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-416\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Musiker-300x225.jpg\" alt=\"Musiker\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Musiker-300x225.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Musiker.jpg 922w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Hier in der Lobby des Hotels Mercure gibt es weder summende F\u00f6hne, noch Autoradios, ganz zu schweigen von Flugzeugen. Aber hier begegnen reisende Menschen, die mit rollenden Koffern anr\u00fccken, unmittelbar und \u00fcberraschend W\u00e4nden, die statt mit Kandinsky- oder Miro-Kunstdrucken mit echter Kunst bespielt sind. Auch im Restaurant k\u00f6nnen Leute, die ein leckeres Essen auf ihren Tellern genie\u00dfen, selbiges auch mit den gemalten Forellen unweit des Tischtuchs tun. So kann und darf sich also die von Hause aus elit\u00e4re Kunst, die gleichzeitig Augenschmaus und Statussymbol ist, mit dem Alltagsleben vermischen\u2013 mit dem Ziel einer Synergie.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/B\u00e4rbel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-412\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/B\u00e4rbel-300x230.jpg\" alt=\"B\u00e4rbel\" width=\"300\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/B\u00e4rbel-300x230.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/B\u00e4rbel.jpg 862w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Mo Fontaine zeigt im Mercure einen Querschnitt ihrer Themen: Fische wie die altmeisterlich gemalten Forellen, neben Kois. In Asien gelten diese Zierfische als Symbole f\u00fcr Gl\u00fcck und Wohlstand, weshalb sie meiner Meinung nach sehr gut in die Lobby des Hotels passen; Weiterhin gibt es alte Puppen, die offene Fenster zu fernen Kindheiten sein k\u00f6nnen; Blumen, die wie Personen inszeniert werden \u2013 mit Vasenleibern und Bl\u00fctengesichtern; Fr\u00fcchte, deren sinnliche Farben bet\u00f6ren k\u00f6nnen durch ihre expressive Verdichtung und Farbsteigerung. Mo schreibt ausf\u00fchrlich auf ihrer neuen Homepage unter mo-fontaine.de \u00fcber diese einzelnen Stillleben-Schwerpunkte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Alex.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-411\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Alex-300x181.jpg\" alt=\"Alex\" width=\"300\" height=\"181\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Alex-300x181.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Alex-1024x618.jpg 1024w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Alex.jpg 1436w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Eine interessante Erweiterung ihres Repertoires bilden in dieser Ausstellung sicherlich ihre 4 Arbeiten zu Albert Weisgerber, dem bedeutenden saarl\u00e4ndischen Maler und Grafiker, der einer verlorenen Generation angeh\u00f6rte. Mo, wohnhaft in der Weisgerber-Stadt St. Ingbert, interessierten vor allem seine Portr\u00e4ts &#8211; sie orientierte sich jedoch nicht an Weisgerbers Selbstportr\u00e4ts, sondern an alten Fotografien. Denn bald war ihr klar geworden, dass Weisgerber sich als Entertainer und tragischer Possenrei\u00dfer, Sinnenmensch, Womenizer, Offizier und Bohemien in seinen <a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/H-M.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-413\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/H-M-300x168.jpg\" alt=\"H+M\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/H-M-300x168.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/H-M-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/H-M.jpg 1194w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Bildern in immer neuen Rollenspielen neu erfand und dadurch eine Portr\u00e4t\u00e4hnlichkeit meist verhindert wurde. Als Illustrator war Weisgerber ohnehin ein Meister der Adaption gewesen: Er malte, wenn er mit seinem Freund Hans Purrmann zusammenarbeitete, so wie dieser, manchmal sogar besser &#8211; im Stil der Ecole Matisse; er konnte in Salonmanier malen und einen Franz von Stuck ebenso zitieren wie einen expressionistischen Max Beckmann. Wie sah Weisgerber eigentlich wirklich aus? : klein, fast untersetzt, gro\u00dfe, abstehende Ohren, die sicherlich oft rot ergl\u00fchten, mit forschendem und alles durchdringendem Blick aus hellen Husky-Augen, mit sehr gepflegtem \u00c4u\u00dferem bis zur geckenhaften Eitelkeit. Vielleicht h\u00e4tte er als guter Zeichner den sp\u00e4teren Stil der Neuen Sachlichkeit gew\u00e4hlt. Oder er w\u00e4re weiterhin souver\u00e4n durch verschiedene Stilrichtungen m\u00e4andriert. Diese Frage bleibt letztlich unbeantwortet. Aber hinter guten Bildern gibt es f\u00fcr die Betrachter immer weitere Bilder, Geschichten und Erfahrungen, auch ihre eigenen, zu entdecken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Restaurant.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-417\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Restaurant-300x225.jpg\" alt=\"Restaurant\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Restaurant-300x225.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Restaurant.jpg 922w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Wie in der Systemgastronomie, gemeint ist McDonalds, Burger King et aliter, auf \u00f6sterreichisch beim \u201eSchachtelwirt\u201c \u2013 gibt es im Foyer auch etwas zum Mitnehmen, auf Neudeutsch &#8218;to go&#8216;, n\u00e4mlich \u201eKunst-to-go\u201c: drei Bildmotive, die den Gedanken meiner Einleitung wieder aufgreifen: Kunst soll \u00fcberall und nat\u00fcrlich auch bei Ihnen zuhause funktionieren.<br \/>\nWir w\u00fcns<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-410 alignleft\" src=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/3Puppen_B\u00fcffet-300x168.jpg\" alt=\"3Puppen_B\u00fcffet\" width=\"300\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/3Puppen_B\u00fcffet-300x168.jpg 300w, https:\/\/mo-fontaine.de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/3Puppen_B\u00fcffet.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>chen Ihnen nun noch eine genussreiche Zeit \u2013 am Kuchenb\u00fcffet, mit Jazz-Livemusik von Boris Henn und Alex Scheller- und nat\u00fcrlich mit Mo Fontaines Bildern. Wir m\u00f6chten uns bedanken \u2013 bei Herrn Euler f\u00fcr die netten einf\u00fchrenden Worte, und nat\u00fcrlich bei Herrn Mitzel f\u00fcr das Eventmanagement. Vielen Dank auch an Boris Henn und Alex Scheller f\u00fcr die Musik mit erkennbaren Melodien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausstellung im Hotel Mercure ist bis einschlie\u00dflich 12. September 2015 ge\u00f6ffnet. Die Vernissage fand am 28. Juni 2015 in der Lobby des Hotels statt. 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